Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll...eine schreckliche Zeit liegt hinter uns und ich kann es irgendwie nicht richtig in Worte fassen

Es fing an, als die Welpen 12 Tage alt waren und ich die Laken in der Wurfkiste wechseln wollte. Ich nahm einen der Rüden heraus und der ganze Hund wackelte wie verrückt in meiner Hand. Ich setzte ihn dann auf den Boden und auch dort wackelte er. Wenn ich ihn hoch nahm und er sich beruhigte, hörte das Wackeln auf, auch wenn er saß oder lag, wackelte er nicht. Sofort nahm ich alle anderen Welpen aus der Wurfkiste und auch die kleine Hündin und einer ihrer Brüder zeigten diese Symptome. Bis dahin hatten sich alle 5 völlig normal entwickelt: Alle hatten die Augen offen und tranken gut. Uwe rief unseren Tierarzt an und ich filmte die Symptome, um sie ihm sofort zu zeigen. Natürlich sollten wir gleich kommen

Da unser Tierarzt zuerst an eine Vergiftung dachte, spritzte er Vitamin B, nahm aber auch Momo Blut ab, weil wir auch eine Neosporose in Betracht ziehen mussten. Außerdem ließ er den Staupetiter bestimmen und ein großes Blutbild anfertigen. Das war am Donnerstag, den 10.10. Am Sonntag war das Ergebnis des Blutbildes da, soweit alles unauffällig. Nun begann das Warten auf das Ergebnis des Neosporosetests. Die Kleinen waren auch in den nächsten Tagen, bis auf das starke Zittern, völlig normal. Sie wurden agiler und versuchten zu laufen, was natürlich aufgrund des starken Tremors nicht gut gelang. In dieser Zeit durchforstete ich täglich das Internet auf der Suche nach Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, aber entweder passten die Symptome nicht, das Alter der Welpen oder die Rasse. Ich nahm Kontakt mit einer Neurologin und einer Neonatologin auf und schickte ihnen das Video. Auch sie konnten natürlich nicht auf Anhieb sagen, was es sein könnte, da es viele Möglichkeiten gibt. ( Allerdings sind die Wenigsten behandelbar...von daher wären Neosporose oder Idiopathische Zerebellitis noch das "bessere" Ergebnis, weil behandelbar)

Am 17.10. kam dann auch das Testergebnis auf Neosporose: Negativ...Das war es also nicht. Nun blieb als letzte Möglichkeit der Verdacht auf die Zerebellitis, die man mit Prednisolon behandelt, was wir sofort begannen. Normalerweise hätte sich in 1 bis 2 Tagen eine wesentliche Besserung einstellen müssen, doch leider blieb diese aus, im Gegenteil, einer der Rüden war nicht mehr in der Lage auch nur einen Schritt zu gehen, so daß wir uns dann letztendlich dafür entschieden haben, die Kleinen einschläfern zu lassen. Ich weiß nicht, wieviele Tränen ich in dieser Zeit vergossen habe, weil die Kleinen leben wollten und sonst ja auch völlig normal waren. Zwischenzeitlich frassen alle 5 selbstständig vom Teller, die Hündin und einer der Rüden ohne Hilfe, nur den am schlimmsten betroffenen Rüden mussten wir beim Fressen festhalten, damit der Tremor aufhörte. Sie spielten mit ihren Geschwistern und wenn sie das im Liegen taten, merkte man ihnen nichts von ihrer Erkrankung an

Das Video ist vom 17.10

Wenn man sich allerdings die früheren Videos mit dem heutigen Wissen anschaut, dann erkennt man, daß die Symptome schon seit der Geburt vorhanden waren und nur nicht so auffielen, weil die Welpen in dem Alter natürlich noch nicht so aktiv sind

Wir haben die Welpen in die Pathologie der Veterinärmedizischen Universitätsklinik München gebracht und dort wurde einer von ihnen obduziert. Das Ergebnis kann man HIER nachlesen. Wirklich schlau sind wir dadurch jetzt allerdings nicht...

Mayosh und Mo Chara waren die ganze Zeit gesund